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Gokyo Rhi

Khumbu Everestgebiet 2006

Zum Gipfel des Gokyo Ri:

Der Aufstieg zum Gipfel des 5 330 m hohen Gokyo Ri bildet den Höhepunkt einer Tour durch das Gokyo-Tal.

Der Wecker klingelt bereits um 05.30 Uhr, 06.30 Uhr gibt es Frühstück und 7 Uhr erfolgt der Start, erstmals auf unserer Tour, in dicker Daunenjacke. Da das Wasser überall eingefroren ist, muss selbst die sonst übliche Katzenwäsche von Gesicht und Händen wegfallen.

Zunächst geht es sehr steil etwa 100 m aufwärts, dann wird es endlich flacher. Ohne Atemprobleme wäre der technisch ziemlich einfache Aufstieg ein Genuss. Doch so.... ich zwinge mich zu jeder Bewegung, zähle die Schritte, 200 sind Satz, dann Pause, ... langsam kommt der Atem zur Ruhe, ... wieder 200 Schritte ..., zwei Stunden lang. Endlich der Gipfel, 5 330 m, Glückwünsche und natürlich viele Fotos. Um uns wehen viele bunte Gebetsfahnen. Der Luftdruck liegt jetzt bei 510 mbar. Dazu Sonnenschein, eine Traumsicht und Temperaturen um die 10° C.Ein atemberaubendes Panorama liegt vor uns, wir stehen auf dem vielleicht schönsten Aussichtspunkt dieser Erde. Unzählige schneebedeckte Gipfel im Umkreis von 360 °. Die ganze Pracht beginnt mit den Achttausendern Cho Oyu, Everest, Lhotse und Makalu. Dazu kommt eine Fülle von Sechs- und Siebentausendern wie Tramserku, Taboche, Cholatse, Kang Taiga, Ama Dablam. Auf der anderen Seite fällt der Blick auf den geröllbeladenen Ngozumpa-Gletscher. Tief unter uns, wie vom Flugzeug aus, Gokyo-See und der Ort Gokyo.

Alle Mühen sind vergessen. Hinzu kommt der Stolz auf die eigene Leistung. Wir nehmen uns ausgiebig Zeit, genießen das Ganze weit über eine Stunde lang.

Außer uns sind nur noch zwei junge Mädchen hier oben.

Der Abstieg wird beinahe zum Kinderspiel. Trotzdem ist es wichtig, nicht übermütig zu werden. Schon ein Umknicken des Fußes kann das Ende der Tour bedeuten.

Fünf Stunden nach unserem Aufbruch stehen wir wieder am Ufer des Gokyo-Sees. Ich wasche mir mein Gesicht mit dem eiskalten Wasser, das soll Glück bringen.


 
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