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Von Gosainkund über Phedi bis Tharepati

Langtang / Helambu 2010

Von Gosainkund über Phedi bis Tharepati


Um 8 Uhr machen wir einen kurzen Besuch zum für uns dritten See. Gestern war auf Grund der Dunkelheit davon nicht mehr viel zu sehen und Fotografieren ebenfalls nicht möglich. Eine halbe Stunde später dann endgültiger Aufbruch. Wir wandern zunächst entlang des für uns vierten und mit Abstand größten Sees, dem Bhairab Kunda. Er gilt als heiliger See und ist Bhairav, einer kriegerischen Inkarnation von Shiva geweiht. Alljährlich zum Vollmond zwischen Mitte Juli und Mitte August jedes Jahres findet hier ein Festival mit Tausenden von gläubigen Hindus statt. Sie nehmen im kalten Wasser des Sees ein rituelles Bad. Auch jetzt mache ich immer wieder Fotostopps. Am Ende des Sees geht es recht steil bergauf. Wir gehen langsam, der Aufstieg ist zwar einfach, aber auf Grund der Höhe anstrengend. Bald bietet sich uns ein großartiger Blick über Gosainkund und die mächtigen Berggipfel in der Ferne.

Zwei Stunden nach unserem Aufbruch erreichen wir bei optimaler Sicht und Superwetter den höchsten Punkt des Laurebina La in 4609 m Höhe. Der Pass bildet auch die Grenze zwischen Langtang und Helambu. Auch hier ein großartiges Bergpanorama. Der weitere Weg, jetzt in der Helambu-Region, führt abwärts über viel Geröll. Er kommt mir nahezu endlos vor. 15.30 Uhr endlich Ankunft in unserer Lodge in Phedi auf 3790 m Höhe. Phedi besteht nur aus unserer Unterkunft und einem etwas tiefer gelegenem einfachen Teehaus. Alles ist ausgebucht, ich bekomme den letzten freien Raum. Entsprechend laut und hektisch geht es hier zu. Vor kurzem wurden alle Zimmertüren erneuert, meine passt jedoch nicht und lässt sich auch nicht mit dem meist üblichen Holzkeil von innen verschließen. Ich informiere die Wirtin, bald erscheint auch der „Haushandwerker“ mit einem Hammer bewaffnet. Aber auch alles klopfen nutzt nichts, schließlich schleppt er einen riesigen Stein ins Zimmer. Den lege ich dann vor die Tür. Gemeinsam freuen wir uns über seine glorreiche Idee.

Bereits um 5 Uhr beginnt wieder der Lärm. Wir lassen uns jedoch Zeit und verlassen das Haus um 08.30 Uhr, wie meistens als letzte. Sofort führt der Weg steil abwärts über Geröll und auch schwierige Abschnitte. Hinzu kommen Knieprobleme, Meniskus und Arthrose lassen grüßen. Diese Schmerzen werden mir auch bis zum Tourende erhalten bleiben. In Ghopte (3430 m) machen wir Lunch. Im Anschluss folgt ein weiterer Abstieg um 100 m, dann ein steiler Aufstieg. Erst der letzte Teil wird zur einfachen Wanderung. Unser Tagesziel, die von Wald umsäumte Alp Tharepati liegt in 3600 m Höhe auf einem Bergrücken. Auch von hier oben bietet sich ein schönes Bergpanorama und wir bewundern am Abend einen bilderbuchhaften Sonnenuntergang. Hier muss man sich einfach wohl fühlen, zumal unser „Yak Yeti Hotel“ ruhig und gemütlich ist, kein Vergleich zur letzten Übernachtungsstätte.


 
 
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