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Von Kathmandu über Syabru Besi, Lama Hotel,Langtang bis Kyanjin Gompa

Langtang / Helambu 2010

Von Kathmandu  Syabru Besi, Lama Hotel, Langtang bis Kyanjin Gompa



Unsere große Langtang / Helambu – Tour beginnt mit der Fahrt nach Syabru Besi. Mit dem Bus benötigt man für die 120 Kilometer 12 bis 14 Stunden. Mein Guide schlug mir die freilich teurere, dafür weitaus bequemere Variante vor, dafür einen Jeep zu mieten. Ich sagte sofort „Ja“ und morgens um 07.30 Uhr beginnt unsere Fahrt  mit einem schon recht bejahrten Mitsubishi Pajero. Die ersten drei Stunden bis zum Städtchen Trisuli verlaufen problemlos, dann beginnt das Abenteuer. Eine fürchterliche Piste, wir werden völlig durcheinandergeschüttelt bei einer Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h.

Nach 8,5 Stunden ist es geschafft. Wir sind in Syabru Besi, einer kleinen Straßensiedlung  angekommen.


Am folgenden Morgen  beginnt der wirklich erste Trekkingtag. Ich bin glücklich, wieder einmal die Randgebiete des Himalaya zu durchwandern. Alles fängt ganz locker an, doch bald wird der Weg schwieriger und es geht teilweise steil bergauf. Wir wandern durch schönes Waldgebiet, überwinden viel Geröll, steigen treppenähnliche Gebilde auf und ab, wechseln mehrfach die Seite des reißenden Bergflusses Langtang Khola über schwankende Hängebrücken. Für mich ist dieser erste Tag mehr als hart. Einerseits muss sich der Körper erst an die täglichen Anstrengungen gewöhnen, andererseits plagt mich seit letzter Nacht eine heftige Erkältung.

Endlich erreichen wir am Nachmittag nach gut sieben Stunden unser Tagesziel Lama Hotel, eine idyllisch im Wald gelegene Ansammlung von zahlreichen Gästehäusern auf 2420 m Höhe. Mit Hot Water und Medikamenten versuche ich, meine Halsentzündung im Zaum zu halten


Auch die folgende Etappe nach Langtang hat es in sich. Besonders die ersten Wegstunden schließen sich mit steilen Auf- und Abstiegen über Geröll und Wurzeln entlang des rauschenden Langtang Khola an den gestrigen Tag an. Erst oberhalb der 3000er Marke wird es einfacher, wir wandern bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen von mehr als 20° C auf einem herrlichen Höhenweg, durchqueren mehrere kleine Bergsiedlungen und genießen immer wieder die Ausblicke auf ein schönes Bergpanorama mit dem Langtang Lirung (7227 m). Ich bin eigentlich ständig klatschnass, schwitze buchstäblich alle Viren und Bakterien aus. Immerhin acht Stunden brauchen wir für 12 Kilometer, dann ist mit Langtang (3400m) der Hauptort des Langtang-Tals erreicht. Das große Dorf mit seinen engen Gassen hat eine sehr schöne Lage inmitten der Berge. Ich bin jedoch wieder einmal völlig ausgepumpt, habe noch immer nicht meinen Rhythmus gefunden.


Der dritte Tag dagegen ist kurz, die Strecke wieder schön und dazu einfach. Wir nehmen uns viel Zeit, genießen die immer großartigeren Bergsichten und erreichen nach vier Stunden unser Ziel, das Dörfchen Kyanjin auf stolzen 3800 m Höhe. Der wunderschön gelegene Ort hat sich völlig auf den Tourismus eingestellt. Zahlreiche, oftmals recht komfortable Unterkünfte sind hier entstanden. Trotzdem haben wir Probleme, eine Bleibe für die folgenden vier Nächte zu bekommen. Schließlich klappt es doch noch.

Der Nachmittag dient dem Relaxing und meinem Auskurieren. Das tägliche Schwitzen zeigt jedoch erste Erfolge. Wir machen gegen Abend noch einen kleinen Rundgang durch den Ort und besuchen dabei das am höchsten Punkt gelegene kleine, 500 Jahre alte Bergkloster. Gegenüber steht die erste von inzwischen zahlreichen Bergkäsereien Nepals. Initiator war ein Schweizer Milchwirtschaftler und Entwicklungshelfer. Auch wir decken uns hier mit dem ausgezeichnet schmeckenden Hartkäse aus Yakmilch ein.



 
 
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