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von Phakding nach Namche Bazar

Khumbu Everestgebiet 2006

Von Phakding nach Namche Bazar:


8 Uhr starten wir zur ersten Bewährungsprobe der Tour von Phakding nach Namche Bazar. Die neun Kilometer lange Strecke verläuft zunächst über Geröll entlang des Dudh Khosi. Dabei müssen mehrere schwankende Hängebrücken überquert werden. In Jorsale, der letzten Station vor dem steilen Anstieg nach Namche Bazar, Pause und Lunch. Danach überqueren wir die letzte Hängebrücke. Sie spannt sich beinahe Einhundert Meter über den Fluss. Unmittelbar darauf folgt die berühmte „Steile Rampe“. 600 Höhenmeter sind zu überwinden. Jetzt heißt es langsam gehen und zumindest versuchen, ruhig zu atmen. Falscher Ehrgeiz ist fehl am Platze.

Immer wieder treffen wir auf schwer beladene Yaks. Diesen kräftigen, zotteligen und störrischen einzigen Tragtieren hier oben sollte man besser den Vortritt lassen. Im Khumbu wird alles getragen, entweder von Yaks oder von Menschen. Träger befördern auf ihren Rücken nahezu alles, angefangen von Zigaretten über Gebrauchsgegenstände bis hin zu ganzen Kühlschränken oder Öfen.

Kurz vor dem Tagesziel muss ich die Eintrittsgebühr für den Sagarmatha Nationalpark von 1 000 Rupies (ca. 13 Euro) zahlen.

Beinahe sieben Stunden nach unserem Aufbruch in Phakding breitete sich endlich in 3 400 m Höhe Namche Bazar, der größte Ort im Khumbu, wie ein riesiges Amphitheater vor uns aus. Die Häuser kleben förmlich an den Bergen.  Für uns ging es im Schneckentempo noch einmal eine halbe Stunde steil nach oben bis zum Ende des Dorfes.


Namche Bazar:

Das von Bergen wie Ama Dablam und Tramserku umgebene Namche Bazar gehört zu den Stellen in der Welt, die mich in ganz besonderem Maße beeindruckt haben. Hier herrscht reges Leben, es gibt eine Bank und eine Post, sowie Internet-Cafes. In Geschäften wird von Souvenirs bis hin zur Bergsteigerausrüstung nahezu alles angeboten. In mehreren Bäckereien kann man ausgezeichneten Kuchen und selbst Brot essen. Besucher sollten für Namche zumindest einen Samstag einplanen. Dann findet ein Wochenmarkt statt, ein farbenfrohes Schauspiel, bei dem selbst Händler von Tibet ihre Waren anpreisen.  

Die Temperaturen liegen in der Mittagszeit noch immer bei 20° C; dies ist eine Ausnahme für die Zeit des Wintermonsuns. Am späten Nachmittag senken sich dagegen dichte Wolken über das Tal; auch das ist üblich für die Jahreszeit.


Wir blieben, um nicht die Höhenkrankheit AMS zu bekommen, zwei Tage in Namche Bazar. Die Zeit nutzte ich zur Erkundung von Ort und Umgebung. Interessant dabei ist der steile Aufstieg zum Flugplatz von Syampoche in 3 600 m Höhe. Diese kleine Tour dient der Akklimatisation und ist gleichzeitig eine gute Kletterübung. Früher starteten und landeten auf einem kleinen Flugplatz hier oben auch Flugzeuge, nach mehreren Unglücken aufgrund der Höhe wurde heute daraus ein Start- bzw. Landeplatz für Hubschrauber. Der Ausblick ist genial. Unter uns liegt Namche Bazar und um uns herum die mächtigen Gipfel von Everest, Cho Oyu, Ama Dablam, Tramserku.


 
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